Wüstenkrieg – Islamisten in der Sahara

NDR/ARTE, 2015, 52 min.

Im Januar 2013 marschierten 2500 französische Soldaten in Mali ein, um die drohende Eroberung des westafrikanischen Landes durch islamistische Truppen zu verhindern. In wenigen Wochen übernahm die französische Armee die militärische Kontrolle über das Land.

Von einer vorübergehenden Intervention – wie ursprünglich angeblich geplant – kann aber keine Rede sein. Das Kontingent französischer Soldaten in der Region umfasst inzwischen 3000 Soldaten, darunter zahlreiche Spezialkräfte und bereits in Afghanistan eingesetzte Soldaten und gehört damit zu den größten Einsätzen der französischen Armee seit dem Zweiten Weltkrieg. Außerdem engagieren sich inzwischen auch die Bundeswehr mit einem Kontingent von 150 Soldaten und zahlreiche weitere europäische Nationen im Rahmen der EUTM (European Training Mission) in Mali.

Was sind die Hintergründe für diese Intervention? Geht es tatsächlich nur darum, das westafrikanische Land vor dem Zugriff durch Al Qaida & Co zu bewahren? Begeben sich die Europäer nach dem Irak und Afghanistan in die nächste verlustreiche Auseinandersetzung? Wie denken die Menschen in Mali über die zahlreichen Truppen in ihrem Land? Diesen Fragen geht der Film „Wüstenkrieg“ von Michael Richter nach.

Buch und Regie: Michael Richter
Kamera: Felix Korfmann, Ralf Klingelhöfer
Schnitt: Silke Olthoff
Produktion: Sandra Šamec
Producerin: Nadja Frenz
Redaktion: Kathrin Bronnert
Produzent: Sandra Maischberger, Matthias Martens

2018-06-08T13:18:16+00:00