„Von der Ökobewegung zum Konzern – 50 Jahre Greenpeace“

Vor 50 Jahren startete eine Gruppe umweltbewegter Hippies den irren Versuch, amerikanische Atomtests in Alaska zu verhindern. Unsere ARTE-Dokumentation untersucht, wie aus der kleinen Öko-Truppe Namens Greenpeace eine Art weltweiter Konzern geworden ist. Zu Wort kommen Mitbegründer, Aktivisten und Aktivistinnen und kritische Wegbegleiter.

Inszenierte Aktionen wie die Besetzung der Ölplattform „Brent Spar“ sind nicht nur öffentlichkeitswirksam, sondern haben meist auch eine enorme politische Wirkung. Greenpeace-Gründer berichten, wie gezielt sie schon damals ihre Aktionen geplant haben, damit möglichst viele Medien über den Kampf gegen Walfänger und Robbenschlächter berichten. Mit dieser Methode hat Greenpeace es inzwischen geschafft nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch viel Geld zu generieren.

Unser Autor Sebastian Bellwinkel lässt Aktivisten nicht nur unterhaltsame Heldengeschichten erzählen, sondern stellt auch Fragen zur Gegenwart: Funktionieren alte Strategien noch im Zeitalter der sozialen Medien? Wie geht die von Kritikern als „bürokratisch“ kritisierte NGO mit der Medienmacht der „Fridays for Future“-Bewegung um? Welche neuen Wege geht die Umweltorganisation, um Zustände abzuwenden, die sehr viel gravierender sein sollen als in der aktuellen Corona-Pandemie?

Der ARTE-Film bietet dabei seltene Einblicke hinter die Kulissen. So konnte das Kamerateam im riesigen Hamburger Aktionsmittellager drehen und dabei unter anderem die Entstehung der typischen Greenpeace-Transparente filmen. Außerdem begleitete das Team die Aktivisten hautnah bei einer Aktion auf dem Dach der Europäischen Zentralbank in Frankfurt. Beim Blick nach Frankreich wird das gespannte Verhältnis zwischen Umweltschützern und dem Staat thematisiert.

Autor: Sebastian Bellwinkel
Redaktion: Kathrin Bronnert
Ausführende Produzentin: Nadja Frenz
Produzentin:
Sandra Maischberger
Produktion: VINCENT PRODUCTIONS für NDR/arte

Der Film auf arte.tv
2021-09-02T12:35:39+02:00